Wie man seine Ausbildung bezahlt

Egal ob Sie gerade eine Ausbildung machen, sich weiterbilden, oder studieren. Bildung kostet Geld, doch woher sollen Sie dieses Geld nehmen, wenn man keine Zeit für einen Nebenjob da ist und die Eltern auch Nichts übrig haben? Ein Ausbildungsdarlehen könnte da Abhilfe schaffen und Sie finanziell unterstützen.

Ein Ausbildungsdarlehen ist ein Oberbegriff für finanzielle Mittel, welche ein Bank oder der Staat für Studierende oder Auszubildende vergibt. Es gibt verschiedene Formen des Darlehens, zum Beispiel Kredite oder das BAföG. Bildungskredit und Bildungsdarlehen werden in der Regel von Banken vergeben. Dabei spielt es, anders als beim BAföG, keine Rollen über welche Einkünfte die Eltern oder Sie selbst noch verfügen. Der Kredit liegt bei 1000 bis 8000 Euro, je nachdem wie lange und wo Sie studieren. Natürlich muss man die komplette Summe nach seiner Ausbildung tilgen und das mit Zinsen.

Das BAföG ist eine staatliche finanzielle Hilfe. Sie funktioniert im Endeffekt wie der Kredit, der Vorteil dabei ist jedoch, dass Sie am Ende nur die Hälfte des erhaltenen Geldes zurückzahlen müssen. Sie können sich jedoch nicht Aussuchen wieviel BAföG sie bekommen, dies hängt von ihren eigenen Einkünften, Wertanlagen und der Einkünfte Ihrer Eltern ab und ob Sie auswärts studieren. Der geringste Betrag ist 370 Euro im Monat. Das BAföG ist also ein Zuschuss und ein zinslosen Darlehen.

Es gibt mehrere Möglichkeiten für ein Ausbildungsdarlehen und alle haben ihre Vorteile und Nachteile. Bevor Sie sich also entscheiden, sollten Sie sich genau über Konditionen und Zinsen und über ihre Chance BAföG zu erhalten informieren.

Zuschüsse während der Ausbildung

Den Umstand, das erste Mal auf eigenen Beinen stehen zu müssen, lernen viele Jugendliche erst lange nach ihrer Schulzeit kennen. Und schnell gewinnt man die Erkenntnis: zum Leben benötigt man Geld. Jeder weiß, wie unangenehm Geldknappheit werden kann. Besonders kritisch wird es dabei nicht selten, wenn es um das Studium oder die Ausbildung geht. Denn beide Bildungsformen erfordern in der Regel eine selbstständige Sorge um den eigenen Unterhalt, denn sie werden nicht bezahlt. Oft ermöglicht die finanzielle Lage der Eltern auch keine Unterstützung, doch schaffen Ausbildungsdarlehen Abhilfe.

Hierbei handelt es sich um finanzielle Zuschüsse von Banken, Instituten oder dem Staat, welche später, wenn ein geregeltes Einkommen vorliegt, bequem zurückgezahlt werden müssen. Über Verzinsung und Rückzahlungsfristen sollte man sich für jedes Ausbildungsdarlehen im Voraus genau informieren, um böse Überraschungen zu vermeiden. Erfahrungsgemäß sind diese Zinsen aber relativ gering.

Eine besondere Form bildet das staatlich angebotene BAföG. Es ist ein einkommensabhängiges Ausbildungsdarlehen, das heißt, dass die Kinder gut verdienender Eltern wenig oder gar nicht gefördert werden. Allerdings muss auch nur die Hälfte des Gesamtzuschusses unverzinst zurückgezahlt werden. Über das Stellen entsprechender Anträge kann die Rückzahlung auch verschoben werden, z. B. wenn ein sehr geringes Einkommen vorliegt, oder plötzlich ein schwerer Pflegefall in der Familie auftaucht.

Ausbildungsdarlehen

Auf Studenten in Deutschland kommen heutzutage nicht nur die Lebenshaltungskosten, Kosten für Semestertickets und Stundentenwerksbeiträge zu, sondern manchmal auch noch Studiengebühren in Höhe von 500EUR.
Wer keine wohlmeinenden Eltern im Rücken hat, die das Studium ihrer Kinder finanzieren können und wollen, sieht sich hier mit einem Problem konfrontiert. Nicht jedem ist es möglich, neben seinem Unipensum noch einen Job auszuüben, um die Haushaltskasse aufzubessern. Unter Umständen würde dieser Versuch sogar die Studienzeit verlängern, was wiederum im Extremfall Langzeitstudiengebühren nach sich ziehen kann.

Der Staat möchte garantieren, dass jeder Deutsche die Möglcihkeit hat, zu studieren, unabhängig von Vermögen und sozialem Hintergrund.
Neben Stipendien gibt es deswegen mehrere Formen von Ausbildungsdarlehen, wie z.B. den Bildungskredit oder Zuschüsse nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz.

Bei den diversen Ausbildungsdarlehen, die es in den einzelnen Bundesländern gibt, ist es wichtig zu vergleichen, da sie durchaus verschiedene Konditionen beinhalten.
Neben flexiblen Laufzeiten ist besonders auf moderate Rückzahlungsbedingungen zu achten.
So ist es z.B. hilfreich, wenn gezahlte Beträge aus dem Ausbildungsdarlehen erst ab einem bestimmten Einkommen zurück gezahlt werden müssen.
Auch in Hinblick auf den Verwendungszweck ist Vorsicht geboten: Über ein Studienbeitragsdarlehen gibt Gelder, die nur für Studiengebühren verwendet werden dürfen und deswegen auch direkt an die Hochschule überwiesen werden.